Am Freitag, den 26.Mai 2006 fuhren Emilia Jones und Micha in unsere  Bundeshauptstadt Berlin.

Die Einweihung des Hauptbahnhofes mit anschließendem überwältigenden Feuerwerk und Lichtershow stand auf dem Programm.

Der Samstag war geprägt von den Red Bull Air Race World Series 2006. Man sagt hierzu auch die Formel 1 der Lüfte. Vom Listenführer Kirby Chambliss aus den USA besorgten wir uns eine persönliche Autogrammkarte.

Der Rennparcour war auf dem Flugfeld von Tempelhof aufgebaut.

Nach langem Warten ging es dann endlich zur Sache.

Die Flugzeuge flogen im Steilflug in die Wolken, drehten über Kopf um dann im Sturzflug mit über 400 km/h durch die Pylonen zu fliegen.

Die Kräfte, die auf den Piloten lasten, sollen ungeheuerlich sein.

Atemberaubende Szenen spielten sich vor unseren Augen ab.

Das Donnern der Motoren und der Geruch von verbranntem Kraftstoff trugen zur Atmosphäre bei.

Der Abend war geprägt von dem Dorffest in Mariendorf.

Man kann sich gar nicht vorstellen, dass mitten in der Hauptstadt gefeiert werden kann, wie wir es von unserer Kleinstadt her kennen.

Die Attraktion war neben typisch Berliner Dauerregen die Trommlergruppe vom RIAS.

Die Zeit dazwischen wurde dann durch ein kühles Bier versüßt.

Am Sonntag stand noch ein Rundgang am Flughafen Tempelhof auf der Wunschliste.

Wir mussten über die tolle Architektur, die aus einer lange zurückliegenden Ära stammt, wirklich ehrfürchtig staunen.

Den krönenden Abschluß erfuhren wir durch den Besuch des IMAX-Kinos am Potsdamer Platz. Durch die Rundum-Leinwand dachten wir, wir sind mittendrin im Geschehen.

Alles in Allem ein gelungenes Wochenende.

                                 Euer Micha

  Motorradtour nach Thüringen  

Am Donnerstag, den 6. Juli 2006 starteten zwölf Biker mit ihren schweren Maschinen Richtung Thüringen.

Abfahrt war der späte Nachmittag in Gronau, wobei sich auf dem Hinweg zwei Gruppen bildeten.

Karl-Heinz hatte in Northeim Pech. Ein Kerzenstecker war defekt und er musste noch mal zur Reparatur nach Hause.

Bruder Ulrich kam am Freitag morgen mit seinem Sohn Henry nach, da noch die Schulentlassungsfeier vorher auf dem Programm stand.

Gegen 20.00 Uhr erreichten wir Höngeda,  ein kleines verträumtes Örtchen gleich hinter Mühlhausen.

Wir wurden wie immer aufs herzlichste empfangen und die Pension am Gondelteich gilt unter Insidern als Geheimtipp.

Essen, Trinken und Zimmer waren nicht nur prima sondern auch preisgünstig.

     

Erster Anlaufpunkt war der Große Inselsberg in der Nähe von Gotha. Bei klarer Sicht hätten wir weit über das Land schauen können.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Simson-Motorradmuseum in Suhl war ein weiterer Höhepunkt unserer Fahrt. Nicht nur die damaligen Mopeds waren zu sehen. Nein, Simson war auch stark bei 4-Takt Modellen ähnlich westdeutscher BMW-Fabrikate und nennenswert im Gelände- und Rennsport.

Hunderte von Bildern wurden geschossen, um einen Eindruck von der Vielfalt mit nach Hause zu nehmen.

Das ehemalige KZ Buchenwald in der Nähe von Weimar wurde am 3. Tag besucht. Nach Filmvorführung und Rundgang wurden die Biker doch sehr nachdenklich. Ein trauriges Stück deutsche Geschichte wird hier bewahrt.

 
 

Die Feengrotte in Saalfeld war Nachmittags zu besichtigen.

Einzigartig die Tropfsteinhöhle mit dem Schauspiel von Stalagmiten und Stalaktiten. Durch Beleuchtungseffekte wurde die Schönheit der Grotte eindrucksvoll dargestellt.

   

Die Heimfahrt am Sonntag führte uns über Nordhausen zum Schacht Dora, oder wie es auch am Eingangstor geschrieben steht: KZ Dora Mittelbau. Dies war die Produktionsstätte der V2, oder auch "Vergeltungswaffe 2" aus dem 3. Reich. Unterirdische Stollenanlagen wurden in zig-Kilometern Länge durch KZ-Häftlinge angelegt, die durch die harte Arbeit selten das Tageslicht wieder erblickten.

Hier war die gesamte Produktion der V2, wovon jede Menge Schrott in den Gängen Zeugnis ablegt.

Über Brennkammern, verrostete Blech-Verleidungsteile und Kreiselkompasse zur Steuerung konnten wir noch einiges erkennen.

   
  Die Rückfahrt erfolgte dann ohne Zwischenfälle. Ein frisches Bier sorgte dann am Ende für Abkühlung.

                                                                       Euer Micha